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Ursprünglich stammt der Simmentaler aus dem Simmental in der Schweiz. Seit Jahrhunderten wird hier Züchtungsarbeit mit der Rasse betrieben. Von der Schweiz aus hat sich die Rasse in ganz Mittel- und Südeuropa und von dort in die ganze Welt verbreitet. In den Heimatländern der Rasse wird Simmental in Anlehnung an seine (oft) bunte Zeichnung meist als Fleckvieh bezeichnet. Die Rasse kommt heute in allen Teilen der Welt in einer Anzahl von ca. 50 Millionen (!) Tiere. Damit gehört es zu den 3-4 am weitesten verbreiteten Rinderrassen der Welt. Wirklich ein Weltrennen.

Historisch gesehen war Simmentaler ursprünglich eine Rasse, die für drei Zwecke verwendet wurde: Milch, Fleisch und Traktion. Gerade diese Kombination hat zweifellos dazu beigetragen, der Rasse ihre Leistungsstärke zu verleihen. Diese Eigenschaften wurden im Laufe der Jahrhunderte unter extrem schwierigen Bedingungen in Berggebieten entwickelt. In einigen Teilen der Welt wird Simmentaler immer noch für alle drei Zwecke gleichzeitig verwendet, nicht zuletzt in den wirtschaftlich am stärksten benachteiligten Ländern der Welt. Beispielsweise gibt es ca. 12 Mio. Simmentaler in China. An anderer Stelle wird die Rasse in der Kombination „Milch & Fleisch“ verwendet. In einem Land wie Österreich ist Simmentaler die dominierende Rasse (über 80 % des gesamten Rinderbestands). Eine jährliche Milchleistung von bis zu 10-15.000 Liter pro. Kuh ist hier neben einer großen Fleischproduktion keine Ausnahme.

Es ist jedoch wie eine reine Fleischrinderrasse, dass der Simmentaler als Weltrasse triumphiert. Die Rasse hat eine unglaubliche Anpassungsfähigkeit an die unterschiedlichsten Klima- und Produktionsbedingungen bewiesen. So wird die Rasse beispielsweise in Skandinavien und Nordeuropa unter sehr intensiven Bedingungen gezüchtet, während sie ihrerseits in Nord- und Südamerika, Australien und im südlichen Afrika in extensiven Produktionsformen in großem Umfang Fleisch produziert. In Dänemark wird Simmentaler wie erwähnt vor allem als Fleischrinderrasse unter intensiven Bedingungen eingesetzt, aber auch zur Einkreuzung in Milchviehherden eingesetzt.

Zu den Merkmalen des Simmentalers gehört in erster Linie die Fähigkeit zu einem hohen Wachstum. Simmental hat riesige Möglichkeiten für große tägliche Zuwächse – ein Zuwachs von 2.000 Gramm pro. Tag und darüber ist heute durchaus üblich. Neben einer guten Muskulatur und der Fähigkeit, hier bei geringem Futterverbrauch zu produzieren, zeichnet sich die Rasse nicht zuletzt durch die Fähigkeit aus, große Mengen an billigem Raufutter aufzunehmen. Dies spielt eine entscheidende Rolle in der finanziellen Seite der Angelegenheit.

Seit Simmentaler in den 1970er Jahren nach Dänemark kam, hat sich Simmentaler zu einer der größten Fleischrinderrassen in Dänemark entwickelt, nicht zuletzt aufgrund des ruhigen Temperaments und des großen Wachstumspotenzials der Rasse.